MAN NIMMT SICH MIT, WOHIN MAN GEHT. YOU TAKE YOURSELF WHEREVER YOU GO.
Installation and Performance from the 9th to the 14th of February 2011 on the Melbourne City Square, Swanston Street, Melbourne, Australia
"Denn nicht wir wissen, es ist allererst ein Zustand unsrer, welcher weiß."
Heinrich von Kleist
What is identity?
A situation? A feeling? A fact? A place? A desire? Who determines identity? How does it originate? And where? Can it be cast off? eliminated? thrown away?
How much is identity bound to where we live? A protection from the foreign, the new?’
In 1987 and again in 1995, Australian Journalist Anna Funda undertook a series of interviews with people in Berlin. Full of emotion the stories of these individuals and their histories became a mosaic of a generation - how two worlds have grown together, how their identities have shifted, and even dissolved. The book dives into a form of documentary about Germany and its turning point. How does your life in a city change through its people? And how do its people change the city?
In 2010, Tanya Weiler, an Australian actress with German heritage came to Germany in search of her own identity. Through a series of interviews with various people in Berlin and Melbourne, she has collected countless stories and impressions, creating a picture removed from a connection to just one city, making it relevant irrespective of location. The interviews from Berlin and Australia will be presented in Melbourne. Unfiltered, uncoated, unbiased. They will be woven together to create a performance of histories, anecdotes, truths and desires. A kaleidoscope of identity.
At the beginning of 2011 a container filled with collected stories and mementos will be shipped from Berlin to Melbourne.. From Australians and from Germans. From Australians in Germany, and Germans in Australia. Complete with memories, anecdotes, cliches and stereoptypes – Life stories.
The container will be placed in the middle of the City Square and any passer-by can enter and listen to Tanya Weiler. She will recite the full stories without pause. It will be a space of contemplation and reflection. Simultaneously questions about our own identity will be posed and considered. The audience will become part of the stories, given the opportunity to share their own experiences, enabling the research to further develop and more stories to be collected, spanning a net of collected stories across the City Square.
Was ist Identität?
Ein Zustand? Ein Gefühl? Ein Fakt? Ein Ort? Eine Sehnsucht? Wer bestimmt Identität? Wie entsteht sie? Und wo? Lässt sie sich abstreifen, auflösen, wegwerfen?
Inwieweit ist Identität auch ein Festhalten an Gewohnheiten? Ein Schutz vor dem Fremden, dem Neuen?
1987 und zum zweiten Mal 1995 kam Anna Funder, eine australische Autorin, nach Berlin und hat dort Gespräche mit Menschen geführt. Sehr einfühlsam und genau entstand so aus vielen individuellen Geschichten ein Mosaik einer Generation Berlin. Eine Geschichte davon, wie zwei Welten zusammenwuchsen, wie sich Identitäten verschoben, gar auflösten. Anna Funder tauchte ab, in eine Form von Dokumentation über die deutsche Wende: Wie verändert sich das Leben in einer Stadt durch die Menschen, die sich in ihr verändern.
2010 kommt Tanya Weiler, eine australische Schauspielerin mit ihren deutschen Wurzeln nach Berlin und macht sich auf die Suche nach ihrer eigenen Identität.
Sie interviewt Menschen in Berlin und Melbourne, sammelt ihre Geschichten und Eindrücke, um so ein Bild entstehen zu lassen, das sich löst von einer Verbindung und möglichen Identität zur Stadt und damit allgemeingültig wird.
Die Gespräche in Berlin werden denen in Melbourne gleichgesetzt. Ungefiltert, ungestrichen, unkommentiert entsteht so ein Abend aus Berichten, aus Geschichten, aus Wahrheiten und Sehnsüchten - ein Identitätskaleidoskop:
Anfang 2011 wird ein Container von Berlin nach Melbourne verschifft werden. Angefüllt mit dem gesammelten Identitätsmaterial von Menschen. Von Deutschen und von Australiern. Von australischen Deutschen und deutschen Australiern. Von Vorurteilen und Klischees. Lebensgeschichten.
Der Container wird in Melbourne mitten in der Stadt aufgestellt und jeder Passant kann sich hineinsetzen und Tanya Weiler zuhören. Sie wird die Geschichten ungestrichen und ohne Pause erzählen. Es entsteht ein Raum der Entschleunigung und Reflektion. Gleichzeitig werden in der direkten und nahen Konfrontation die Fragen nach der eigenen Identität aufgeworfen und gespiegelt. Der Zuschauer wird selber zum Teil der Geschichte. Damit sammeln und fragen wir weiter, die Recherche setzt sich fort.
Wir sind gekommen, um zu bleiben.
Konzeption&Realisation:
Marco Štorman, Tanya Weiler, Esther Dandani, Aliki Schäfer
Eine Produktion von Kulturfiliale mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts, des Melbourne City Councils, Hamburg Süd und itcl.
nächstes Projekt:
T.R.I.P. The Reality In Pieces
Ein Open-World-Game von Kulturfiliale. Vom 12.11. bis 20.11.2011. Eingeteilt in zu erwerbende Zeitkontingente.
T.R.I.P. erklärt Deine Stadt zur Open World nach dem Vorbild virtueller Spiele. Exclusiv betrittst Du die für Dich kreierte Welt.In Fenstern erscheinen Schilder, die Dir den Weg weisen, Passanten werden zu Akteuren, Teil Deines Spiels. Wer gehört dazu? Wem kannst Du vertrauen? It's your T.R.I.P.!
Kulturfiliale in Australien
Installation und Performance vom 9.Februar 2011 bis 14.Februar 2011 auf dem Melbourne City Square in Melbourne, Australien
Anfang 2011 wurde ein Container von Berlin nach Melbourne verschifft. Angefüllt mit dem gesammelten Identitätsmaterial von Menschen. Von Deutschen und von Australiern. Von australischen Deutschen und deutschen Australiern. Von Vorurteilen und Klischees. Lebensgeschichten. Der Container stand in Melbourne mitten in der Stadt und jeder Passant konnte sich hineinsetzen, zuhören, weitererzählen. Mit ihrem Projekt „Man nimmt sich mit, wohin man geht. You Take Yourself Whereever You Go.“ beschäftigt sich Kulturfiliale mit Identität und Heimat.

